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»PARK COMPOSITION«

#AI ART, #STILL IMAGE

In many of my works I pursue a similar goal as the film "Last Year in Marienbad" (Alain Resnais, 1961). My ambition is to create images that put the viewer in the role of the author, where there is freedom to interpret different stories into them. In doing so, I want to create an atmosphere of complexity and openness. My digital "paintings" tell stories of places without people, making the viewer the sole protagonist, but also of memories and places with people, who, like actors and actresses on the screen, leave the outcome of the play open. In search of the truth, they can be strangers, friends, lovers or seducers, but their identity remains hidden in the interpretation. Nevertheless, all the details in my works are deliberately placed. Every object, every gesture and every posture has its meaning. Nevertheless, I invite the viewers to bring their own sensibility, character and mood into the interpretation. In this way, I want viewers to become co-authors of their own film and encourage them to create the stories behind the images. Each work can be real or imaginary, depicting the present or the past - the decision is up to the viewers and their imagination, as well as the discovery of their own truth.


The starting point for this work is a carefully selected photograph that serves as the basis for the composition. The image series "318 Park Composition" begins with a fixed compositional pattern that serves as a starting point. This pattern consists of a cropped path extending into the front left of the image, a green meadow extending into the image space to the left and right, and a building located in the center back of the image. A branch of a tree extends into the image and frames it. Then this photo is processed along with text by the AI, with the text generating the imagery. Suitable specimens are selected from a large selection and post-processed. The advantage of this approach is to orchestrate and control the evolution of the image to some extent, while maintaining openness. The AI can come up with different designs than my own imagination dictates. This opens up the possibility of endless creative exploration and interpretation. It can be seen as a kind of fictional experiment where the outcome is open not only to the viewer, but at times to me as the author. This can be an inspiring source for artists and viewers looking for new perspectives and ideas without falling into absolute arbitrariness.


--- deutsch:


In vielen meiner Werken verfolge ich ein ähnliches Ziel wie der Film "Letztes Jahr in Marienbad" (Alain Resnais, 1961). Mein Bestreben ist es, Bilder zu erschaffen, die die Betrachtenden in die Rolle der Autor:innen zu versetzen, wo die Freiheit besteht, verschiedene Geschichten hineinzuinterpretieren. Dabei möchte ich eine Atmosphäre der Vielschichtigkeit und Offenheit schaffen. Meine Bilder erzählen Geschichten von Orten ohne Menschen, wodurch die betrachtende Person zur einzigen Protagonistin wird, aber auch von Erinnerungen und Orten mit Menschen, die wie Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Leinwand den Ausgang des Stücks offenlassen. Auf der Suche nach der Wahrheit können sie Fremde, Freundinnen und Freunde, Liebende oder Verführerinnen und Verführer sein, doch ihre Identität bleibt in der Interpretation verborgen. Trotzdem sind alle Details in meinen Werken bewusst platziert. Jedes Objekt, jede Geste und jede Haltung hat ihre Bedeutung. Dennoch lade ich die Betrachtenden ein, ihre eigene Sensibilität, ihren Charakter und ihre Stimmung in die Interpretation einzubringen. Auf diese Weise möchte ich die Zuschauenden zu Co-Autorinnen und Co-Autoren ihres eigenen Films machen und sie ermutigen, die Geschichten hinter den Bildern zu gestalten. Jedes Werk kann real oder imaginär sein, die Gegenwart oder die Vergangenheit darstellen - die Entscheidung liegt bei den Betrachtenden und ihrer Fantasie sowie bei der Entdeckung der eigenen Wahrheit.


Die Ausgangslage für diese Arbeit ist ein sorgfältig ausgewähltes Foto, das als Kompositionsgrundlage dient. Die Bildserie "318 Park Composition" beginnt mit einem festgelegten Kompositionsmuster, das als Ausgangspunkt dient. Dieses Muster besteht aus einem angeschnittenen Weg, der sich vorne links im Bild erstreckt, einer grünen Wiese, die sich zur Linken und Rechten in den Bildraum erstreckt, sowie einem Gebäude, das sich im hinteren Teil des Bildes in der Mitte befindet. Ein Ast eines Baumes ragt in das Bild hinein und rahmt es ein. Dann wird dieses Foto zusammen mit Text durch die KI verarbeitet, wobei der Text die Bildwelten generieren soll. Aus einer grossen Auswahl werden geeignete Exemplare ausgesucht und nachbearbeitet. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, den Werdegang des Bildes in gewisser Form zu orchestrieren und zu kontrollieren, während gleichzeitig die Offenheit erhalten bleibt. Die KI kann auf andere Entwürfe kommen als meine eigene Vorstellung vorgibt. Dies eröffnet die Möglichkeit einer endlosen kreativen Exploration und Interpretation. Es kann als eine Art fiktionales Experiment betrachtet werden, bei dem der Ausgang nicht nur für die Betrachtenden, sondern zeitweise auch für mich als Autor offen ist. Dies kann eine inspirierende Quelle für Künstlerinnen und Künstler und Betrachtende sein, die nach neuen Perspektiven und Ideen suchen, ohne der absoluten Beliebigkeit zu verfallen.

CONCEPT

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